Unser gesamtes Angebot gilt ausschließlich für Unternehmer gemäß § 14 BGB

JIB | Jahreskongress Immobilienbewertung 2023

JIB |  JAHRESKONGRESS IMMOBILIENBEWERTUNG 2023

Jährlich. Informativ. Brandaktuell.
DIGITAL

Herzlich Willkommen beim einunddreißigsten und zugleich dritten digitalen Jahreskongress Immobilienbewertung! 

 Am 19. und 20.01.2023 erneut im digitalen live-Format – lassen Sie uns gemeinsam in die Zukunft gehen.


Keyfacts
Die Eckdaten im Überblick 

  • 14 hochwertige Vorträge auf der Hauptbühne
  • 24 spannende Praxis-Workshops (live)
  • 8 Diskussions- und Fragerunden mit Referenten und Teilnehmenden
  • Namhafte Partner und Aussteller aus der Branche präsentieren ihr Portfolio
  • Alle Vorträge und Workshops werden aufgezeichnet (und im Anschluss in der Plattform befristet zur Verfügung gestellt)
  • Vielfältige Möglichkeiten zu Austausch und Netzwerk
  • (Plattform öffnet ab 10.01.2023 und bleibt bis 28.02.2023 für alle Teilnehmenden offen)
  • In 2022 mehr als 450 aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer

INSPIRATION

Freuen Sie sich auf ein Feuerwerk an inspirierenden und kreativen Ideen. Allen voran: auf Dr. Stefan Frädrich mit "Unternehmer oder Unterlasser: Wer willst Du sein?"

INHALT 

Die Vorträge behandeln aktuelle, innovative und wichtige Themen rund um die Wertermittlung. Hier nehmen Sie relevante Inhalte für Ihr Tagesgeschäft mit!

INPUT

Workshops digital? Können wir auch. Ob BelWertV, Energiewende, EEG oder ImmoWertV: Alle wichtigen Zukunftsthemen lernen Sie mit uns!

Unsere Referierenden 2023 (Auszug)
......................

Dr. Stefan Frädrich (Keynote)

Dr. Stefan Frädrich Motivation GmbH

Coach, Trainer, Keynote-Speaker, Autor, Arzt, Gründer & Unternehmer

Prof. Dr. Florian Hackelberg  

Professor für Real Estate Economics and Management an der HAWK University of Applied Science and Art

Dipl.-Ing. (Assessor) Sebastian Drießen

Sprengnetter Real Estate Services GmbH

Senior Expert für den Bereich Marktwertermittlung

Prof. Dr. Anne Sanftenberg

Professur für Immobilienmanagement an der bbw Hochule Berlin


Prof. Dr.-Ing. Philipp Gleich  

Professur für Massivbau

Prof. Dr.-Ing. Carolin Bahr

Professorin für Immobilienmanagement und Baubetrieb an der Hochschule Karlsruhe

Download Programm Jahreskongress 2023

Laden  Sie sich unter nachfolgendem Button den aktuellen Stand unserer Agenda
für den JIB 2023 digital | Jahreskongress Immobilienbewertung 2023 herunter:

AGENDA JAHRESKONGRESS 2023

Agenda Tag 1 (19.01.2023) | Auszug

KEYNOTE:
Dr. Stefan Frädrich

Unternehmer oder Unterlasser: Wer willst Du sein?

Dr. Stefan Frädrich - inspiriert und motiviert mit seinen Vorträgen, Seminaren und Büchern jedes Jahr tausende Menschen zu einem erfolgreichen und glücklichem Leben - stellt zu Beginn seiner Keynote dem Plenum die Frage: "Was wollen Sie lieber sein: ein Unternehmer oder ein Unterlasser?" 
Diese etwas zugespitzte Formulierung zweier Lebens-Prototypen hat er bereits 2003 in seinem allerersten Günter-Buch verwendet – und damit Weltweit Diskussionen ausgelöst: 
„Aber es will und kann doch nicht jeder Unternehmer sein!“
„Unternehmertum ist oft gefährlich!“
„Manchmal ist es besser, einfach nichts zu unternehmen!“
… und, und, und.
Was damals für viele schon schwer verständlich war, hat er auch in all den Jahren danach immer wieder erlebt: Dass „unternehmerisch“ zu leben sich nicht nur auf rein wirtschaftliches Unternehmertum bezieht, sondern auf weit tiefere Denk- und Lebensstile, die Unternehmer- und Unterlassertypen unterscheiden. 
Wo der eine Chancen sieht, wittert der andere Gefahren.
Wo der eine gestalten will, möchte der andere lieber verwalten.
Wo die einen mutig reagieren, sind die anderen ängstlich.
Wo die einen gewinnen wollen, wollen die andern nicht verlieren.
… und, und und. 
Sie bemerken, worauf es hinausläuft: Wie sind Sie denn so drauf? Sind Sie eher Unternehmer oder Unterlasser? Schauen Sie auf Möglichkeiten? Oder checken Sie lieber potenzielle Fehlerquellen? Also: Seien Sie bei seiner Keynote dabei!
Und lassen Sie es krachen! Möge das neue Jahr Ihr bestes seit langem werden! 




Sebastian Drießen 

Gestern, heute, morgen - Neues aus der Immobilienbewertung

Was hat sich im vergangenen Jahr in der Immobilienbranche getan? Auf welche Neuerungen müssen Sie sich im nächsten Jahr einstellen? Welche neuen rechtlichen Rahmenbedingungen sind für Sie wichtig und welche Trends führen die Branche im neuen Jahr an? 

Unser hauseigener Experte für Immobilienwertung Dipl.-Ing. (Assesor) Sebastian Drießen zeigt in seinem Vortrag auf, welche Besonderheiten in der Wertermittlung im letzten Jahr zu beachten waren, welche zum gegenwärtigen Moment im Fokus liegen und welche in der Zukunft auf Sie warten.




Alexander Schürt

Wohnimmobilienmärkte im Wandel - Ursachen und Folgen der Immobilienpreissteigerungen

Die Nachfrage auf den Wohnimmobilienmärkten ist seit Anfang der 2010er Jahre in vielen Regionen Deutschlands stark gestiegen. Neben privaten Haushalten zur Wohneigentumsbildung haben im letzten Jahrzehnt auch viele Investoren deutsche Wohnimmobilien als Anlageform für sich entdeckt. Die Ausweitung des Wohnungsangebots konnte mit diesem Tempo des Nachfragezuwachses nicht schritthalten, so dass sich die Immobilienpreise und Wohnungsmieten deutlich erhöhten. 

Mit den Folgen der Pandemie und des Ukraine-Krieges zeigt sich eine Kumulation von Problemen und Unsicherheiten in der Wirtschaft ebenso wie bei privaten Haushalten. Die Rahmenbedingungen der Wohnimmobilienmärkte haben sich nach einer außergewöhnlich lang anhaltenden Boomphase in kurzer Zeit stark verändert. Stehen wir nun vor einer Trendwende auf den Immobilienmärkten? Wie entwickeln sich gerade die Immobilienpreise und Wohnungsmieten? Vor welchen Herausforderungen stehen die Akteure auf den Wohnungsmärkten? 

Unser Wohnungsmarktexperte Alexander Schürt vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung widmet sich diesen Fragen im Rahmen seines Vortrages und geht dabei insbesondere auf folgende Aspekte ein: 

  • Aktuelle Entwicklungen von Angebot und Nachfrage auf den Wohnimmobilienmärkten
  • Darstellung der heterogenen Trends bei den Immobilienpreisen und Wohnungsmieten
  • Beschreibung wesentlicher Herausforderungen für die Akteure auf den Wohnimmobilienmärkten 




Dipl.-Ing Peter Salostowitz

Daten für Logistikimmobilien – Vorstellung einer 10-jährigen Zeitreihe für Lager-, Logistik- und Produktionsimmobilien 


Industrie- und Logistikimmobilien sind nicht nur das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, sie gewinnen auch seit Jahren an Beliebtheit bei den Investoren. Neue globale Trends, und hier ganz besonders der online-Handel, haben zu einem großen Flächenbedarf und somit immer neuen Gebäuden geführt. Diese entstanden nicht immer in den geeignetsten Lagen, sondern an denen, wo Flächen verfügbar waren.

Die jetzigen, negativen wirtschaftlichen Aussichten beenden diesen Trend, erhöhen das Leerstandsrisiko und wirken sich damit direkt auf die bisherigen Mietsteigerungen aus. Langjährige Mietzeitreihen gewinnen somit an Wert, um die aktuelle Miete im Kontext ihrer Entwicklung und deren ev. Rückschlagpotential besser einordnen zu können.

Peter Salostowitz, Geschäftsführer der IndustrialPort GmbH veröffentlicht seit mehr als 10 Jahren den Marktbericht mit Namen IndustrialBundle. IndustrialBundle⁺(Marktbericht Logistik-Lager-Produktions-Immobilien ist eine 13-seitige Markt- und Standortanalyse von IndustrialPort mit 10-jähriger Zeitreihe.

Der IndustrialBundle⁺ beinhaltet neben Daten-Komponenten eine 10-jährige Miet-Zeitreihe für Lager, Logistik, Produktions- und Büroflächen auf Gemeindeebene. Damit setzt Salostowitz schon früh auf die Anforderungen der neuen BelWertV (§ 3 (2) Satz 2) und sorgt dafür, dass Sie Ihre Gutachten mit fundierten Daten unterlegen können.

Im Vortrag präsentiert Peter Salostowitz die Ergebnisse und Erkenntnisse aus 10 Jahren Daten!




Dr. Andreas Ottofülling

Paradigmenwechsel im Verbraucherrecht durch die Omnibus-Richtlinie – Was bedeutet das für das Wettbewerbsrecht?

Am 07.01.2020 ist die sog. „Omnibus-Richtlinie“ ((EU) 2019/2161) in Kraft getreten und hat zur Anpassung verschiedener anderer Richtlinien (RL) geführt. Spätestens seit dem 28.05.2022 sind die neuen Regelungen „scharf geschaltet“. 

Noch gibt es bei uns dazu keine Rechtsprechung und es wird spannend sein zu sehen, welche Bewertungsmaßstäbe die Gerichte anlegen werden. Denn es gibt viele offene Fragen, weil manche der Regelungen nicht nur neu sind, sondern einen Paradigmenwechsel herbeiführen werden. 

Dies betrifft vor allem die Verankerung eines Schadensersatzanspruchs im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG): ein absolutes Novum im deutschen Recht. 

Aber auch die neuen Vorschriften für den Onlinehandel betreffend Ranking in Trefferlisten, Kennzeichnungsregelungen für Online-Marktplätze, Verbot des Vertriebs von Waren unterschiedlicher Qualität als identische Produkte sowie Regelungen zu Kundenbewertungen stellen erhebliche Anforderungen an die werbenden Unternehmen und Händler. Aber auch die Novellierung der Preisangaben-Verordnung, im Besonderen die Änderungen im Hinblick auf Informationspflichten im Zusammenhang mit der Werbung von Preisermäßigungen, bedingen zusätzliche Informationen, die der Werbende kommunizieren muss. 

Dr. Andreas Ottofülling präsentiert den Paradigmenwechsel im Wettbewerbsrecht, erläutert Haftungsfallen und gibt Tipps und Tricks, wie man sich als Unternehmer schützen kann. 




Prof. Dr. Florian Hackelberg

ESG und Immobilienbewertung

Der Megatrend Nachhaltigkeit befindet sich im Immobilienbereich noch im Anfangsstadium und es fehlen neben Standards und Praxisbeispielen auch die Datengrundlagen. Die Entwicklung ist sehr dynamisch und teilweise unübersichtlich und ständig kommen neue, komplexe Anforderungen und Regularien hinzu.

Florian Hackelberg zeigt in seinem Vortrag, welche Rolle ESG in den Bereichen Neubau und Sanierung, Immobilienmanagement, aber auch bei Investment-Prozessen und Immobilienbewertungen spielt. Der Impulsvortrag bringt Transparenz in die ESG-Transformation in der Immobilienwirtschaft und beleuchtet dabei die Auswirkungen auf einzelne Teilbereiche. 




Prof. Dr.-Ing. Philipp Gleich

Technische Bewertung von Schäden in der Praxis


Massivbauwerke aus Stahlbeton oder Mauerwerk stellen die große Mehrheit der gebauten Umwelt dar. Für Stahlbeton- und Mauerwerksbauten existieren typische Schadensbilder und zugehörige Schadensmechanismen. Dennoch erweist sich die technische Bewertung von Schäden in der Praxis häufig als komplexer Vorgang, eine rezeptartige Schadensbewertung ist i.d.R. kaum möglich und muss immer unter Berücksichtigung der individuellen Randbedingungen erfolgen.

Besteht tatsächlich ein Schaden, dann lässt sich der erforderliche Handlungsbedarf nur seriös festlegen, wenn die Schadensursache ausreichend bekannt ist. Problematisch kann es mitunter sein festzustellen, ob im individuellen Fall überhaupt ein Schaden besteht. Eine Abweichung des Bau-Ist vom Bau-Soll kann zwar einen Mangel darstellen, dies begründet jedoch nicht zwangsläufig das Vorliegen eines Schadens aus technischer Perspektive. So sind z.B. Durchbiegungen von Geschossdecken oder Risse in Stahlbetonbauteilen i.d.R. erst bei Überschreitung kritischer Grenzwerte technisch bzw. normativ als Schaden zu bewerten.

Insbesondere Bauwerksrisse lösen bei Nutzern schnell (oft unbegründete) Sicherheitsbedenken aus, nicht selten sind Risse lediglich als optisch störend zu kategorisieren. Dennoch, Schäden können tatsächlich die Dauerhaftigkeit, Gebrauchstauglichkeit oder im schlimmsten Fall die Standsicherheit einer Konstruktion deutlich herabsetzen. Die Beurteilung des Gefährdungspotentials muss entsprechend verantwortungsbewusst vorgenommen werden und setzt fundierte Kenntnisse über die im Einzelfall vorliegende Bauweise voraus. 

Im Rahmen des Vortrags unseres Referenten werden u.a. anhand konkreter Beispiele aus der Praxis typische Schäden im Massivbau vorgestellt, Gefährdungsbeurteilungen erläutert und ein eventueller Handlungsbedarf spezifiziert. Der Vortrag verfolgt dabei zwei wesentliche Ziele: Zum einen sollen unterschiedliche Schadensmechanismen im Stahlbetonbau und Mauerwerksbau verständlich gemacht werden. Zum anderen sollen Experten anderer Fachdisziplinen, welche nicht auf eine einschlägige Ingenieurausbildung zurückgreifen können, für Schäden und ihre Bewertung an Bestandsbauwerken sensibilisiert werden.




Oliver Böck

Warum energetisches Sanieren den Immobilienwert steigert!

Energetische Sanierungen steigern den Wert Auch ältere Renditeimmobilien waren in den letzten Jahren eine Anlageklasse mit Top-Renditen. Eigentümer, die Sanierungen auf die lange Bank geschoben haben, sollten aufgrund steigender Gas- und Ölpreise sowie Hypothekarzinsen aber jetzt handeln. Die energetische Sanierung einer Immobilie zahlt sich im Idealfall gleich mehrfach aus: Sie ist gut für das Klima, senkt die Energiekosten, steigert den Wohnkomfort und trägt zum Erhalt des Gebäudewertes bei. Der Haken: Eine Sanierung ist teuer, und oft fehlen Hauseigentümern die nötigen Mittel. Immerhin: Bund und Kantone fördern Investitionen zur Senkung des Energieverbrauchs mit Steuererleichterungen. Die stark gestiegenen Hypothekarzinsen verteuern mittlerweile aber die Kreditaufnahme. Doch wer noch weitere Jahre mit energetischen Sanierungen zuwartet, wird im schlechtesten Fall dann mit deutlich höheren Hypozinsen «bestraft». 

Wer ein Haus oder Mehrfamilienhaus mit Baujahr zwischen 1950 und 1980 besitzt, sollte wissen, dass ein durchschnittliches Einfamilienhaus rund einen Drittel der erzeugten Wärmeenergie übers Dach verliert. Ein Drittel verpufft über die Fassade. Die Restwärme entweicht durch die Fenster oder über den Keller. Wer ein Haus energieeffizient sanieren will, setzt deshalb am besten bei diesen Energielecks an. Eine umfassende energetische Sanierung oder Modernisierung der Gebäudehülle reduziert den Energieverbrauch bei Altbauten häufig um 50 bis 60 Prozent.




Carsten Nessler

Warum zu kaltes Warmwasser oder zu warmes Kaltwasser lebensgefährlich sein kann

Schmutziges oder gar gefährliches Leistungswasser will niemand! Deshalb kommt der Trinkwasserhygiene besonders in Wohngebäuden eine besondere Bedeutung zu. Gerade in der aktuellen Situation neigen die Menschen dazu, Heizkosten zu sparen und so ihre Energiekosten zu senken. Doch Achtung: Hier kann es gefährlich werden! 

In seinem Vortrag erläutert unser Bauexperte und Baugutachter Carsten Nessler, warum zu kaltes Warmwasser oder zu warmes Kaltwasser lebensgefährlich sein kann. Daneben beschreibt er, warum eine Totleitung in zweierlei Hinsicht ein treffendes Wort für solche Trinkwasserleitungen ist! 

Freuen Sie sich auf einen illustren Beitrag zum Thema Trinkwasserversorgung und Trinkwasserhygiene in Wohngebäuden. 




Agenda Tag 2 (20.01.2023) | Auszug

Gerhard Smolibowski

Merkantiler Minderwert bei Wohnimmobilien

Der merkantile Minderwert ist eine in der Bau- und Immobilienwirtschaft oft unterschätzte Größe, die den Wert einer Immobilie jedoch deutlich beeinträchtigen kann. Nach Auffassung des BGH ist der merkantile Minderwert ein rein „psychologischer Wert“. Er wird gerade dann wirksam, wenn nach menschlichem Ermessen der Schaden vollständig behoben wurde. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Gerichte bei fast allen Rechtsstreitigkeiten in Sachen Mängelbeseitigung den Anspruch auf einen merkantilen Minderwert bestätigt haben. Abschläge von bis zu 10 % des Verkehrswertes sind dabei nicht unüblich. 

Trotz dieser enormen Bedeutung in der Praxis fehlte in der Vergangenheit ein im Markt etabliertes Verfahren zur Bestimmung der Minderung. Die bisherigen Verfahren wurden von den Gerichten häufig verworfen, weil der vom BGH geforderte Marktbezug nicht nachgewiesen werden konnte.

Das von Herrn Dr. Gerhard Smolibowski entwickelte Verfahren stellt einen neuen Ansatz zur Ermittlung des merkantilen Minderwertes dar. Es basiert auf empirischen Untersuchungen, die erstmalig bundesweit zu dieser Thematik durchgeführt wurden. Auf diese Weise konnten Berechnungsformeln zur Herleitung des merkantilen Minderwertes unmittelbar aus dem Marktgeschehen abgeleitet werden. Die Forderung des BGH nach unmittelbarem Marktbezug wird somit in hohem Maße erfüllt. Die Ergebnisse sind deshalb nicht nur für Immobiliensachverständige, Verkäufer bzw. Käufer von Immobilien und für Bauunternehmen interessant, sondern auch für Rechtsanwälte und Gerichte. 

Herr Dr. Gerhard Smolibowski stellt in seinem Vortrag die wissenschaftlichen Grundlagen der neuen Verfahrensweise dar und beschreibt Beschränkungen und Vorteile der neu entwickelten Formeln. Zum besseren Verständnis wird schließlich am Beispiel der ursprünglichen „Schadensursache Feuchtigkeit“ eine praktische Anwendung zur Berechnung des merkantilen Minderwertes vorgestellt. 




Prof. Dr. Anne Sanftenberg

Immobilienverrentung im Fokus: Modelle, Marktakteure und Umsetzungsmöglichkeiten

In Zeiten niedriger Zinsen, einem angespannten Wohnimmobilienmarkt und einer ungewissen Rentenentwicklung gewinnt die Suche nach Alternativen zur Rentenabsicherung immer mehr an Bedeutung. Für viele Deutsche ist das eigene Haus das wichtigste Investment ihres Lebens. Die eigene Immobilie macht einen Großteil des Vermögens aus, allerdings nicht als Barmittel. Dennoch lässt sich das eigene Haus in eine Geldquelle im Alter verwandeln. Während die Verrentung von Immobilien in vielen anderen Ländern eine längst gängige Praxis darstellt, entdecken nun auch immer mehr Senioren hierzulande das Konzept der Immobilienverrentung für sich. 

Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage in 2022 und den nächsten Jahren deutlich zunehmen wird und damit auch der Aspekt der Lebenszyklen von Immobilien neu definiert werden muss. Mit der vorliegenden wissenschaftlichen Studie leisten die bbw Hochschule und das Data Science Institut, ein An-Institut der bbw Hochschule, Pionierarbeit und bieten Ihnen einen Kompass beim Navigieren durch das Meer von Angeboten zur Verrentung, zum Verkauf oder Teilverkauf von Immobilen. 

Die Immobilienverrentung stellt eine Möglichkeit dar, das gesamte bzw. nur einen Teil des Vermögens aus der Immobilie herauszulösen und gleichzeitig darin wohnen zu bleiben. Im Rahmen der Studie "Verrentung von Immobilien" wurden die verschiedenen Modelle und Anbieter am Markt analysiert und ausgewertet. Im Fokus stehen die zwei klassischen Verrentungsmodelle, der Verkauf mit Nießbrauch und der Verkauf auf Leibrente sowie die Alternativen, wie der Verkauf der Immobilie mit Wohnrecht, der Teilverkauf und der Verkauf mit Rückmietung. Unter Berücksichtigung der Generierung zusätzlicher liquider Mittel, verbunden mit der höchstmöglichen Sicherheit bis zum Lebensende, in der Immobilie wohnen zu bleiben, werden die jeweiligen Vor- und Nachteile der Verrentungsmodelle analysiert und gegenübergestellt. Die wissenschaftliche Studie ist von der bbw Hochschule und dem DSI Data Science Institute im März 2022 herausgegeben und im Juli 2022 aktualisiert worden. 

Prof. Dr. Anne Sanftenberg präsentiert im Rahmen Ihres Vortrages die Ziele dieser Studie, die darin bestehen, Ihnen unparteiisch und ohne Eigeninteressen Alternativen für eine finanzielle Vorsorge aufzuzeigen, die Vor -und Nachteile der einzelnen Modelle vorzustellen und sie zu bewerten. 




Prof. Dr. Carolin Bahr

Instandhaltungskosten zuverlässig ermitteln

Für Immobilieneigentümer ist die Instandhaltung ihrer Gebäude eine der wichtigsten Aufgaben zum Werterhalt. Dennoch befinden sich Bestandsgebäude häufig in einem mangelhaften Zustand. Der vorliegende Instandhaltungsstau zeigt deutlich, dass die Planung von Instandhaltungskosten bisher zu wenig beachtet wird. Es stellt sich die Frage, warum der Umfang von notwendigen Instandhaltungsmitteln und Rücklagen von Gebäudeeigentümern häufig unterschätzt und nicht richtig ermittelt wird. Die Gründe sind zum einen in fehlendem Verständnis von Instandhaltungsbedarfen und zum anderen im zeitverzögerten Auftreten der Auswirkungen von Einsparungen zu suchen. 

Um Gebäudeschäden und insbesondere Folgekosten zu vermeiden, ist es notwendig Transparenz im Bereich der notwendigen Instandhaltungsmittel zu schaffen. Immobilieneigentümer müssen verstehen, warum sie welche Mittel zu welchem Zeitpunkt bereitstellen sollen und wie sich die Instandhaltungskosten in Zukunft entwickeln. 

Die Ermittlung der tatsächlich benötigten Instandhaltungskosten bereitet in der Praxis häufig Schwierigkeiten. Prof. Dr.-Ing. Carolin Bahr präsentiert in Ihrem Vortrag zum einen eine Übersicht über verschiedene Methoden und beleuchtet zum anderen die analytische Berechnung im Detail. Das vorgestellte PABI-Verfahren wurde auf Basis einer europaweit einzigartigen Datenbasis mit Instandhaltungsdaten über den gesamten Lebenszyklus im Rahmen von umfangreichen Forschungsarbeiten entwickelt und leistet seit mehr als 12 Jahren einen Beitrag zur transparenten und belastbaren Bestimmung von Instandhaltungskosten. Das Verfahren ermöglicht eine Kostenprognose von bis zu 30 Jahren und berücksichtigt im Gegensatz zu anderen Verfahren gebäudespezifische Eigenschaften, wie z.B. das Gebäudealter oder den Technikanteil einer Immobilie. 




Peter Tölzel

Rehakliniken im Fokus der Wertermittlung

Gesundheitsimmobilien haben sich in Deutschland auch für die Immobilienbranche zu einem Milliardenmarkt entwickelt: Mehr als 2,4 Mrd. Euro wurden 2021 in dieser Nutzungsart investiert. Wenn man die Übernahme der Deutsche Wohnen durch Vonovia mitrechnet, kommen weitere rund 1,2 Mrd. Euro hinzu, so dass die Rekordsumme des Vorjahres, die in Pflegeheime, Seniorenresidenzen und Reha-Kliniken investierte wurde, in etwa wieder erreicht wurde. Der demografische Wandel und eine alternde Gesellschaft machen insbesondere letztere zu einer langfristig sicheren Anlage, denn es ist das erklärte Ziel von Politik und Gesellschaft, die Menschen durch Reha-Maßnahmen schnell wieder fit zu bekommen.

Insgesamt 420 Mio. Euro wurden im vergangenen Jahr explizit in Reha-Produkte investiert. Im Jahr davor war das Volumen exakt genauso hoch. Doch für viele Investoren ist dieses Marktsegment Neuland und steht selbst erst am Anfang einer immobilienwirtschaftlichen Professionalisierung, heißt es im neuen JLL-Report „Der Immobilienmarkt für Rehabilitationskliniken“.

Peter Tölzel, Senior Director Healthcare Investment bei JLL Germany, präsentiert im Rahmen seines Vortrags, wie sich der Markt für Gesundheitsimmobilien entwicklet hat, insbesondere im Themenfeld "ESG". Daneben erläutert er wichtige Merkmale bei der Bewertung insbesondere mit Fokus auf den Faktor "Energieeffizienz".




Rieke Buning

Richtig gute Texte

(Gerade oder auch:) Für Bewertungs-Sachverständige ist Marketing wichtig! Wie kann jemand meine Leistung in Anspruch nehmen, wenn er gar nicht weiß, dass ich Sachverständiger bin? 

Dabei bietet sich Sachverständigen eine große Auswahl an Möglichkeiten, um auf ihre Leistungen aufmerksam zu machen. Dazu zählen altbewährte, klassische Werbeformen ebenso wie moderne Methoden. Es stehen sowohl im Offline- als auch im Onlinebereich viele verschiedene Möglichkeiten zur Kundenkommunikation und zur Werbung zur Verfügung. Wer allerdings meint, auf alle Kanäle gleichzeitig setzen zu müssen, läuft schnell Gefahr, die eigenen Kapazitäten zu überstrapazieren. 

Selbst große Konzerne schaffen es nur mit stringenter Ressourcenplanung, wirklich alle Werbekanäle für sich zu nutzen. Prüfen Sie daher gezielt, welche Medien von Ihrer Zielgruppe genutzt werden und wo Ihre Werbung am effektivsten wirkt. Es ist durchaus möglich, dass es sowohl Online- als auch Offlinemedien bzw. Marketingmaßnahmen gibt, die für die Ansprache Ihrer Zielgruppe ungeeignet sind. Damit Sie Ihre Wahl richtig treffen, ist es wichtig, dass Sie jeden Marketingkanal in ein Kosten-Nutzen-Verhältnis setzen. 

Unsere Referentin Rieke Buning stellt Ihnen ein kleines Potpourri an Werbeformen vor und skizziert Ihnen ihre ganz persönlichen Highlights. Daneben erhalten Sie wertvolle Tipps und Tricks, wie Sie Ihre potenziellen Kunden zukünftig zielgerichtet ansprechen! 




Wago Habbes

Bewertung von Industrieimmobilien

Mehr als 1 Billion Euro – auf diese Zahl schätzt der Dachverband der deutschen Immobilienwirtschaft, ZIA e.V., den Marktwert aller Industrie- und Gewerbeimmobilien in Deutschland. 70 - 80 Mrd. Euro werden in Deutschland aktuell pro Jahr mit Gewerbeimmobilien umgesetzt. Gewerbeimmobilien stellen damit einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. 

Interessenverbände und die großen Maklerhäuser ringen um eine Definition und Kategorisierung der Assetklasse der Industrieimmobilien. Die Vielschichtigkeit der Produktionsprozesse, Nutzungen und Typologien birgt auch für die Bewertung eine große Herausforderung. 

Der praxisorientierte Vortrag von unserem Experten Wago Habbes bietet einen Einblick in die Grundlagen der Bewertung von Industrieimmobilien, hilft Risiken zu erkennen und zu bewerten und gibt Tipps für die Besichtigung und Gutachtenerstellung. 




Stephanie Schäfer

Marktwerte für ältere Fertighäuser sachgerecht ermitteln

Die Wertermittlung älterer Fertighäuser stellt selbst erfahrene Sachverständige vor Herausforderungen, da es kaum Vergleichswerte gibt“, konstatierte Stephanie Schäfer, öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Immobilienbewertung. Ältere Fertighäuser wiesen Besonderheiten an Fassade, Deckenplatten, Fenstern, Innentreppen und Wandstärken auf und seien häufig durch einen spezifischen Geruch gekennzeichnet. Eine Menge Informationen böte der Blick in die Baubeschreibung. Außenwände wiesen häufig Asbestzementplatten auf, das Holz eine Tränkung mit Holzschutzmitteln wie PCP, TeCP und Lindan, mit denen von 1956 bis 1989 nach DIN 68800 alle tragenden Bauteile hätten behandelt werden müssen.  

Im Rahmen Ihres Vortrags erläutert unsere Referentin die praxisnahe Vorgehensweise und gibt Tipps und Tricks bei der Bewertung älterer Fertighäuser.

Workshop Area

Unsere Workshops im Überblick (Auszug)

  • BelWertV-Novelle - der große Wurf oder Kosmetik? (Dr. Karsten Schröter)
  • Bereit für die Energiewende im Gebäudesektor? (Günter Hundsrucker)
  • Aktuelle Haftungsfälle bei der Wertermittlung (RA Sven Johns)
  • Immobilienmarkttransparenz in Deutschland – eine neue Definition (Peter Ache)
  • Das neue EEG: Was kommt, was bleibt? (Kerstin Nell)
  • Ein Jahr ImmoWertV Novelle (Sebastian Drießen)
  • Ist künstliche Intelligenz bei Immobilienbewertung möglich? (Christian Sauerborn MRICS)
  • Aktuelle Entwicklungen im Wertermittlungsrecht (NHK 2020, ImmoWertA) - Dr. Rolf Blechschmidt 
  • Mietspiegelreformgesetz und Mietwertgutachter – zwei Seiten einer Medaille? (Thorsten Hühn)
  • ImmoWertA - was uns erwartet (Sebastian Drießen)
  • Brennpunkte in der steuerlichen Wertermittlung (Michael Roscher)

Weiterbildungsnachweis 

Web-Seminare, Video-Kurse, Virtuelle Events sind als „begleitetes Selbststudium“ im Rahmen der MaBV ober bei Zertifizierungsstellen anerkennungsfähig, sofern seitens des Weiterbildungsanbieters eine nachweisbare Lernerfolgskontrolle (Überprüfung der Teilnahme) durchgeführt wurde. Die Sprengnetter Akademie führt daher im Nachgang an den Jahreskongress eine entsprechende Lernerfolgskontrolle über den Sprengnetter OnlineCampus durch. Eine entsprechende Information wird in der Eventplattform bereitgestellt.

Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung erhalten Sie nach erfolgreichem Absolvieren der Lernerfolgskontrolle einen Nachweis von insgesamt 16 Weiterbildungsstunden. Die Inhalte der Veranstaltung entsprechen u.a. Punkt 2.4 (die Wertermittlung) der inhaltlichen Anforderungen an die Weiterbildung für Immobilienmakler nach Anlage 1 zu §15b Absatz 1 der Makler- und Bauträgerverordnung. Die Veranstaltung ist damit anerkennungsfähig im Sinne von §§ 34c Abs. 2a der Gewerbeordnung, i.V.m. § 15b der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV).

Diese Veranstaltung ist bei der Sprengnetter Akademie sowie der Sprengnetter Zertifizierung GmbH als Weiterbildung im Umfang von 16 Stunden anerkannt. Ihre aussagekräftige Teilnahmebescheinigung inklusive der Themen, Inhalte und MaBV-Bezüge zur Vorlage bei der Gewerbebehörde oder weiteren Institutionen erhalten Sie nach Absolvieren der Lernerfolgskontrolle direkt über den Sprengnetter OnlineCampus.

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