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Sprengnetter-ImmobilienmarktMonitoring 2020: Scheitelpunkt der Preiskurve noch nicht erreicht

Nach einer leicht abgeschwächten Entwicklung im Vorjahr zieht die Immobilienpreisentwicklung in diesem Jahr wieder an. Mit einer durchschnittlichen Entwicklung von +7,3 % liegt die Immobilienpreisentwicklung über dem Vorjahresergebnis von +6,7 %.

Seit nunmehr etwa einem Jahrzehnt schnellen die Immobilienpreise in Deutschland nahezu ungebremst in die Höhe. Besonders stark verlief die Preisrallye bei Wohnimmobilien in den letzten sechs Jahren. Im letzten Jahr schien jedoch der Scheitelpunkt der Preiskurve erreicht. Die Preisentwicklung hatte sich abgeschwächt. Nun zeigt sich, dass dieser Effekt nur vorübergehend war. Im aktuellen Monitoring zieht die Preisentwicklung erneut an.

Während die Extrema der Preisentwicklungen abflachen, liegt die durchschnittliche Entwicklung der Immobilienpreise laut Sprengnetter-ImmobilienmarktMonitoring (S-IM) 2020 mit +7,3 % weit über dem langjährigen Mittel von +3,3 % und über dem Vorjahresergebnis (+6,3 %). Bei Betrachtung der allumfassenden Entwicklung in Deutschland wird deutlich, dass die neuerlichen Anstiege flächendeckend über Deutschland stattgefunden haben. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine größere geografische Streuung starker Preissteigerungen. Brandenburg und Bayern verlieren an Dominanz. Stattdessen gewinnen die Rhein-Main-Neckar- und Küstenregionen sowie Baden-Württemberg an Präsenz. Es werden aber auch Preisrückgänge, vornehmlich in den Grenzregionen Deutschlands, beobachtet.

Im Ergebnis erreichen Eigentumswohnungen einen Indexwert von 183 (2019: 170) und Einfamilienhäuser einen Indexwert von 181 (2019: 170) im S-IM 2020. Mit einem Index von 167 (2019: 155) folgen die Mehrfamilienhäuser. Die Ergebnisse aus dem Sprengnetter-ImmobilienmarktMonitoring 2020 verdeutlichen, dass sich die drei beobachteten Teilmärkte weiterhin homogen nach oben entwickeln.

Das Sprengnetter-ImmobilienmarktMonitoring misst Preisschwankungen von Wohnimmobilien in Deutschland. Beobachtet werden die Teilmärkte Ein- und Zweifamilienhäuser, Eigentumswohnungen sowie Mehrfamilienhäuser. Die Preisentwicklungen werden für den Zeitraum ab 1987 (in den neuen Bundesländern ab 1990) gemessen. Die Untersuchungen erfolgen jährlich, die Preisindizes beziehen sich jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres. Das S-IM 2020 deckt kritische Marktschwankungen feingranular auf und ermöglicht es, die Werte großer Immobilien-Portfolios über einen Zeitraum von 1987 bis 2020 fortzuschreiben.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den deutschen Immobilienmarkt werden zurzeit intensiv diskutiert. Die Ergebnisse des aktuellen Sprengnetter-ImmobilienmarktMonitorings werden für den Stichtag 01.01.2020 angegeben und sind daher noch nicht von der Krise beeinflusst. Aktuelle Informationen zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf den deutschen Wohnimmobilienmarkt finden Sie in den News auf unserer Homepage.

Wohnimmobilien stellen einen speziellen Markt dar, in dem sich Auswirkungen größerer Ereignisse, wie einer Pandemie, erst mit größerer zeitlicher Verzögerung bemerkbar machen. Es wird im Wesentlichen von der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland abhängen, ob und wie stark sich die Pandemie auf dem Wohnimmobilienmarkt in Deutschland auswirken wird. Für 2020 ist ein Ende der Preisrallye nicht abzusehen.

Weitere Informationen zum Sprengnetter-ImmobilienmarktMonitoring finden Sie hier.

Zudem sind die Daten im ImmowertReport oder einzeln als ImmowertIndex über das Marktdatenportal abrufbar.

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 Immobilienpreisentwicklung in Deutschland von 1987 bis 2020 für Eigentumswohnungen, Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser

Tags: Marktdaten