Sicheres Einkaufen

Wohnimmobilien: Angebotsmarkt nimmt deutlich an Fahrt auf (Monatsanalyse April)


Die Menge an zum Kauf angebotenen Wohnimmobilien zog im April deutlich an. So steht der Index in den beobachteten Großstädten Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart bei 87 (Wert am 03.04.22: 76) und über ganz Deutschland betrachtet bei 100 (Wert am 03.04.22: 90). Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Analyse des Sprengnetter-AVM-Teams rund um COO Christian Sauerborn. Der Mietmarkt zeigt sich in Bezug auf die Menge der angebotenen Objekte stabil. Der Index in den Großstädten steht bei 96 (Wert am 03.04.22: 96) und über ganz Deutschland bei 118 (am 03.04.22: 115).

Die Angebotspreise haben über Deutschland insgesamt von rund 3.200 €/m² auf rund 3.400 €/m² angezogen. Differenzierter ist der Wert der Großstädte zu sehen. Hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei rund 5.700 €/m², während die März-Analyse rund 6.200 €/m² ergeben hat. „Die Angebotspreise kennen nach wie vor kein Halt. Trotz der deutlich ansteigenden Zinsen steigen sie bundesweit weiter an. In den Städten schon etwas gebremster, aber vermutlich noch von einer Trendumkehr. Ich halte die 6.200 €/m² für ein temporäres Maximum oder ggf. auch einen temporären Ausreißer, aber nicht für das Ende der Fahnenstange“, erläutert Sauerborn. 

Die Mieten sind über ganz Deutschland aktuell leicht gesunken, von rund 9,80 €/m² auf 9,60 €/m². In den Großstädten hingegen stiegen die Mieten im letzten Monat von rund 12.40 €/m² auf rund 12,60 €/m². Allerdings ist das eher eine Momentaufnahme. Der langfristige Rückblick lässt hier eher auf eine Stagnation schließen.

Sprengnetter liest seit dem 01.01.2020 regelmäßig die Angebotszahlen des deutschen Wohnimmobilienmarktes aus. Für diese Analyse wurden 1.988.870 Mietobjekte und 1.267.004 Kaufobjekte betrachtet.