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Wohnimmobilienmarkt: Angebot bricht in Großstädten drastisch ein

14. Dezember 2021   Tanja Sessinghaus
  Marktdaten
Die Jahresendflaute hat den Wohnimmobilienmarkt erreicht. Die Anzahl der in den zehn Großstädten Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart angebotenen Objekte ist deutlich eingebrochen. So liegt der Index der zum Kauf angebotenen Objekte bei 67, während der Wert am 28.11.21 noch bei 79 lag. Dies ergibt die jüngste Analyse des AVM-Teams rund um COO Christian Sauerborn.

„Gleiche Tendenzen haben wir in den vergangenen Jahren ungefähr um diesen Zeitraum herum gemessen“, erläutert Sauerborn. „Auch wenn es sich bundesweit noch nicht so stark bemerkbar macht und die Angebotszahlen auf dem Mietmarkt noch stabil sind, dürfte das nicht mehr lange so bleiben. Es ist damit zu rechnen, dass das gesamte Angebot in Kürze saisonal bedingt wieder äußerst stark zurückgehen und sich erst nach dem Jahreswechsel wieder auf ein übliches Niveau einpendeln wird“, erklärt er weiter die zyklischen Schwankungen.

Die Zahlen im Einzelnen:

Über ganz Deutschland steht der Index bei 82 (Wert am 28.11.21: 94), auch hier ist also bereits ein deutlicher Rückgang messbar. Die Preise wiederum zeigen sich noch unbeeindruckt von der Jahresendflaute. So misst das Analyseteam über ganz Deutschland rund 2.900 €/m² (Wert am 28.11.21: 2.900 €/m²). In den zehn ausgelesenen Großstädten liegen die Preise bei rund 5.600 €/m² (Wert am 28.11.21: 5.700 €/m²).

Die Ergebnisse der Mietmarkt-Analyse sind noch sehr stabil. Der Index in den analysierten Großstädten steht bei 106 (Wert am 28.11.21: 110) und in Deutschland insgesamt bei 117 (Wert am 28.11.21: 117), während in den zehn Großstädten steigende Mieten verzeichnet werden können. Hier liegen die Preise bei rund 13,10 €/m² (Wert am 28.11.21: 12,50 €/m²), über ganz Deutschland bei rund 9,50 €/m² (Wert am 28.11.21: 9,60 €/m²).

Sprengnetter liest seit Beginn der Corona-Krise regelmäßig die Angebotszahlen des deutschen Wohnimmobilienmarktes aus. Für diese Analyse wurden 1.708.738 Mietobjekte und 1.079.924 Kaufobjekte betrachtet.